Erlebnispädagogik
Acht Schüler aus der Jahrgangsstufe 13 der Freizeitsportleiter/ AHR hatten sich dazu bereit erklärt bei der erlebnispädagogischen Aktion „Blindway“ des Vereins Abentoyer- Niederrhein mitzuhelfen.
Bereits im voraus dieser Aktion gab es zusammen mit Herrn Feldhoff, dem verantwortlichen Lehrer und Organisator unserer Schule, ein Vortreffen, bei dem uns zunächst die bevorstehenden Aufgaben erklärt und die ersten Vorbereitungen getroffen wurden. Uns wurde schnell bewusst, dass die Sicherheit der Teilnehmer an erster Stelle stehen musste.
Deswegen opferten wir auch gerne unseren freien Samstag, um beim Aufbau des Blindway- Parcours mitzuhelfen und gemeinsam mögliche Verbesserungsvorschläge einzubringen. Nach dem Aufbau wurden einige von uns selbst ‘Versuchskaninchen‘ und testeten, wie das Motto bereits verrät, blind- also mit verbundenen Augen- den Parcour. Wir anderen konnten uns schonmal darin erproben, neben Hilfestellungen auch den Wunsch des Lachens zu unterdrücken, um die Teilnehmer nicht zu verunsichern, was uns jedoch auf Grund der Unsicherheit und manchmal auch Tollpatschigkeit unserer Mitschüler schwer fiel.
In der darauffolgenden Woche durften wir dann an zwei Tagen gemeinsam mit dem Team die Gruppen anleiten.
An diesen Tagen hatten sich unterschiedliche Schulklassen und Gruppen aus Jugendcentren angemeldet, mit denen wir die Ein- und Anleitung, die Sicherheit innerhalb des Parcours und die Reflexion durchführen konnten. Wichtig war immer, den Teilnehmern die Sicherheitsaspekte zu erklären, damit sie sich nicht verletzten. Zur Sicherheit hatten alle Teilnehmer einen Helm auf, denn das "sich stoßen" blieb letztlich bei fast keinem aus. Um sich nicht zu verlaufen, waren innerhalb des Parcours dicke Seile gespannt, an denen sich die Teilnehmer entlanghangeln mussten.
Für uns als Freizeitsportleiter war dieses Projekt natürlich eine gute Übung mit unterschiedlichsten Gruppen umzugehen und ihnen Respekt und Aufmerksamkeit zu schenken, denn viele von ihnen waren sehr nervös, da sie nicht wussten, was auf sie zu kommt. Somit mussten wir uns jedem Teilnehmer gegenüber individuell verhalten, einigen Mut zusprechen, andere wiederum bremsen und sie auf das Verletzungsrisiko hinweisen. Auch der Abstieg in den Parcour löste bei vielen Jungendlichen deutliches Herzklopfen aus.
Da dieser Hindernisparcour die Sinneseindrücke und Fantasievorstellungen der Teilnehmer anregen sollte, wurde ihnen auch später nichts von alle dem verraten, was sie unten tatsächlich erlebt hatten. Lediglich wurden sie bei der Reflexion durch Fragen unsererseits angeregt, sich nochmal Gedanken zumachen und Erfahrungen mitanderen zuteilen. Deswegen bleibt dieser Parcour auch hier geheim!
Auch Herr Feldhoff schlug sich ausgesprochen sportlich bei seinem Durchlaufen (wobei Fotos davon gut verschlossen bleiben).
Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass wir acht viele neue Erfahrungen sammeln konnten und dabei noch eine Menge Spaß zusammen hatten!
Julia Nuyen