Babybedenkzeit: ein „Praktikum als Eltern“ im Berufsvorbereitungsjahr
Im Mai führten die Klassen des Berufsvorbereitungsjahres das Projekt „Babybedenkzeit“ in Zusammenarbeit mit SkF/ Rat und Hilfe durch.
Hier wurden Themenkomplexe wie Familienplanung, Verhütung, Theorie und Praxis von Babypflege, Kinderernährung sowie Kosten für die Erstlingsausstattung ebenso besprochen wie die Auseinandersetzung mit eigenen Lebensplänen.
Die Schülerinnen hatten die Möglichkeit anhand von Babysimulatoren zu erfahren, was Elternschaft konkret bedeutet.
Diese Computerbabys werden zuvor auf bestimmte Versorgungszeiten programmiert, sie müssen gefüttert, beruhigt und gewickelt werden, denn sie können schlafen und glücklich glucksen wie lebendige Babys, aber ebenso quengeln, weinen und mitten in der Nacht aufwachen – sie erwarten also eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung!
Acht Schülerinnen waren bereit, die „Babys“ von Donnerstag bis Sonntag zu betreuen.
Die Mutterschaft auf Zeit begann mit dem Kennen lernen von Can, Leonie, Leo und Zafer, der Auswahl der Babykleidung und Maxi-Cosis für die Fahrt nach Hause.
Dass dies den realistischen Anforderungen einer jungen Mutter entspricht, zeigt die Benutzung der „Babyklappe“: Drei Schülerinnen brachten „ihr Baby“ am Folgetag zurück
Die Auswertung der Babycomputer über Versorgungsmaßnahmen, Vernachlässigung, und Misshandlung und die persönlichen Reflexionsgespräche mit den „Müttern“ machen ihre Erfahrungen deutlich:
„Es hat Spaß gemacht, man sieht, wie es ist Mutterpflichten zu übernehmen!“, „Es war schön, aber stressig!“ „Auf gar keinen Fall jetzt schon ein Baby, besser noch ein paar Jahre warten!“