Skifreizeit
Am ersten Abend erklärte uns Herr Holtappels gemütlich beim Abendbrot die 10 FIS-Regeln. Das sind Verhaltensregeln für die Piste, damit man sich und andere nicht durch sein Verhalten gefährdet! Morgens nach dem Frühstück hieß es dann endlich: Ab auf die Piste! An der Seilbahn schnell in die Skischuhe gequetscht und mit der ganzen Montur auf 2400 m Höhe. Oben angekommen, war zuerst ein Aufwärmprogramm dran, bei dem jeder Schüler einmal die Leitung hatte. Bei Fangspielen (wie Plumpsack) bis hin zum „Schneehandball“ kamen wir mit den Schneeschuhen richtig ins Schwitzen. Anschließend sagte jeder eine Dehnübung an, damit wir auch ordentlich warm waren und endlich in die Skier steigen konnten.
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Für die Anfänger unter uns (unter anderem auch ich selbst) war der erste Schritt den „Idiotenhügel“ mit dem Ankerlift hochzukommen, was schon für manch einen eine Herausforderung war (mich eingeschlossen). Im Schneepflug (X-Stellung) ging es dann langsam den Hügel bergabwärts. Das erste was wir lernten war das Bremsen, damit wir keine anderen gefährden konnten bzw. nicht einfach einen Berg runter preschten. Mit viel Geduld brachte Herr Holtappels uns das Kurven fahren (Pflug-Bogen) bei, indem wir langsam um die positionierten Skistöcke fuhren. Ganz wichtig dabei war die Verlagerung des Gewichts. Bis wir das umsetzen konnten, haben die„Könner“ schon fast das ganze Skigebiet erkundet. Nach dem ersten Tag kamen wir aber alle den Berg heile runter.
Mit Muskelkater ging es die nächsten Tage an den Feinschliff. Durch das Antasten an immer steilere Pisten verloren wir die Angst und konnten langsam vom Schneepflug in den Parallelschwung übergehen, indem wir immer schön unsere Hüfte mitbewegten.
Am dritten Tag waren die Anfänger so weit, dass die gesamte Gruppe eine Piste gemeinsam schön hintereinander runter fahren konnte. Nach und nach konnten wir auch immer besser die Ski querstellen und schneller die Piste runter fahren und mit Stockeinsatz den Parallelschwung verbessern, sodass wir die Carving-Technik dann irgendwann beherrschten und richtig cool mit dem Stoppschwung abbremsen konnten.
Natalie Thomauske
