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Europaschule
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Interkulturelle Erziehung

thematisiert Grundhaltungen zur Pädagogik in multikultu­rellen Tageseinrichtungen und be­schäftigt sich mit Fragestellungen wie z. B.:

  • Welche Einstellungen und Gefühle habe ich gegenüber einzelnen Migrantenkindern oder -eltern?
  • Wie fühle ich mich, wenn ich die Kinder und deren Eltern nicht verstehe und sie mich nicht?
  • Kenne ich die individuellen Lebenssituationen „meiner“ Migrantenfamilien bzw. will ich sie überhaupt kennen?
  • Kenne ich die Erziehungsziele unter Berücksichtigung der Herkunftsländer und deren Kulturen, besonders der Religionen?
  • Akzeptieren mich die fremdsprachigen Eltern, besonders die Väter, als Fachmann / -frau?
  • Wie informiere ich die Eltern über die Arbeit in meiner Einrichtung / Gruppe?
  • Was weiß ich z. B. über die Türkei, Flüchtlinge und Asylbewerber aus Krisen- und Kriegsgebieten, über deutsche (Spät-) Aussiedlerfamilien?
  • Wo kann ich mir hier professionelle Unterstützung und / oder Beratung holen?
  • Wo werden entsprechende Fortbildungen angeboten?

Spracherwerb und soziales Handeln

greift die Themenkomplexe „Theoriekenntnisse zum Spracherwerb“, „Erfassung des kindli­chen Sprachverhaltens“ auf und fragt nach

  • dem Einfluss der Sinne auf die Sprache,
  • der Sprache als Teil der Gesamtmotorik und
  • positiven sozialen Umfelderfahrungen als Grundvoraussetzung für den Spracherwerb.

 Thematisiert werden darüber hinaus

  • die Sprachförderung im normalen Alltagsgeschehen zwischen den Kindern und der Er­ziehe­rin / dem Erzieher bzw. der Lehrerin / dem Lehrer,
  • die Sprachförderung in bewusst herbei geführten Fördersequenzen, d. h.: geplante Sprach­förderung auf der Basis festgestellter Sprach­stände im Rahmen von Sprachstandserhebungs- und  Förderbögen sowie Ent­wicklungsprotokollen. usw.

Sprachförderung

ist am sinnvollsten im Tun und im Kontakt mit anderen und nicht dann, wenn man etwa das Formale der Sprache zum Inhalt macht. Im Klartext heißt dies: mit den Kindern sprechen, sprechen, sprechen …

 Hier liegt eindeutig der praktische Anteil der Weiterbildungsmaßnahme. Gemäß den vorläufi­gen curri­cularen Vorgaben für den Aufbaubildungsgang ist es daher Aufgabe der Erzieherin / des Erziehers bzw. der Lehrerin / des Lehrers, auf der Grundlage der weiter oben thematisier­ten Sprachstandserfassungen

  • Konzepte der Sprachförderung zu entwickeln,
  • diese (sprach-)vorbildlich umzusetzen,
  • sie auch den Eltern zu vermitteln und
  • möglichst alle Chancen zu nutzen, die der Sprachförderung und damit der Integration dienen. Immer wieder hinzuweisen ist hier auf Maßnahmen wie Zusammenarbeit von Eltern, Einrichtung für Kinder, Schule, Öffnung zum Stadtteil resp. Vernetzung.

Wahlbereich

 Das Unterrichtsmodul des Wahlpflichtbereiches wird am Berufskolleg Vera Beckers für das Erlernen der EDV-gestützten Da­tener­fassung und -auswertung – z. B. bei der Sprachstandser­hebung – genutzt.

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