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Fachschule für Sozialpädagogik

- Staatlich anerkannte Berufsausbildung zur 
Erzieherin / zum Erzieher mit Fachhochschulreife -

Ausbildungsziel

Die Fachschule für Sozialpädagogik ist eine Vollzeitschule, die Sie zur staatlich anerkannten Erzieherin / zum staatlich anerkannten Erzieher ausbildet.

Sie vermittelt Ihnen die Befähigung zu selbstständigen Tätigkeiten in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, wie Kindergarten / Kindertagesstätte,  Ganztagsbetreuung für Schulkinder. Kinder- und Jugendheim und Freizeitzentrum.

Grundlegende Informationen zur Erziehung beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher ermöglichen Ihnen auch eine Berufstätigkeit in Integrativen Kindertagesstätten und anderen Bereichen der Erziehung, Bildung und Förderung behinderter Menschen.

Neben der beruflichen Qualifikation können Sie gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben.

 

Projekt in der Erzieherausbildung:

Naturerlebnistag für Kinder


Ausbildungsdauer

Ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin / zum staatlich anerkannten Erzieher dauert insgesamt drei Jahre.
Zunächst durchlaufen Sie eine zweijährige fachtheoretische, aber praxisorientierte schulische Ausbildung. Während dieser Zeit finden insgesamt sechzehn Wochen Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen statt.

Nach dem Fachschulexamen folgt ein einjähriges Berufspraktikum in einem von Ihnen gewählten sozialpädagogischen Arbeitsfeld.

 

Aufnahmevoraussetzungen und Anmeldung

Für die Anmeldung zum beschriebenen Bildungsgang benötigen Sie

  • den Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife
  • eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer oder eine gleichwertige Qualifikation
  • einen Lebenslauf mit Lichtbild
  • ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis, das zu Beginn der Ausbildung nicht älter als drei Monate sein darf.


Aufbau des Bildungsgangs

Ihre Ausbildung wird durch vier Entwicklungsaufgaben gegliedert, deren persönliche Lösung für Ihren Ausbildungserfolg entscheidend ist.

 Der erste Entwicklungsschritt dient der Orientierung auf die zukünftige berufliche Rolle. Dabei stehen die Wahrnehmung und Reflexion Ihrer persönlichen Erfahrungen, Motive und Einstellungen im Vordergrund (Übernahme der Berufsrolle).


Im zweiten Entwicklungsschritt rückt das Kind / der Jugendliche in den Mittelpunkt Ihrer Wahrnehmung und Reflexion. Sie lernen, genau zu beobachten und eine Situation zu analysieren und verschaffen sich so die notwendigen Voraussetzungen für pädagogisches Handeln (Fremdwahrnehmung).

Im dritten Entwicklungsschritt lernen Sie auf der Grundlage Ihrer Beobachtungen gezielt und geplant pädagogisch zu handeln und Ihr Handeln zu reflektieren (Entwicklung eines pädagogischen Handlungskonzepts).

Im vierten Entwicklungsschritt geht es darum, eine zunehmende Sicherheit im pädagogischen Handeln zu gewinnen und sich in allen Bereichen sozialpädagogischer Aufgabenfelder zu erproben (Professionalisierung).

 

Projekt in der Erzieherausbildung:

Umwelterlebnistag für Schulkinder



Lernfelder

Sie bearbeiten die Entwicklungsaufgaben im Rahmen von vier Lernfeldern, die sich auf zentrale berufliche Aufgaben von Erzieherinnen und Erziehern
beziehen. Die Lernfelder werden durch Lernsituationen konkretisiert. Lernsituationen sind ausgewählte praxisrelevante Aufgaben, die Sie in Gruppen oder einzeln erfüllen werden. Die im Verlauf der Ausbildung von Ihnen zu bearbeitenden Lernfelder sind:

  1. Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt verstehen und Beziehungen zu ihnen entwickeln
  2. Gruppenpädagogisch handeln und soziales Lernen fördern
  3. Entwicklungs- und Bildungsprozesse unterstützen
  4. Professionell in sozialpädagogischen Einrichtungen arbeiten.

Die Verzahnung von fachtheoretischen und praxisorientierten Elementen der schulischen Ausbildung mit den Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen ermöglicht Ihnen eine umfassende und vertiefende Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.
Weiter ist Ihre Ausbildung durch die am Berufskolleg Vera Beckers vertretenen Schwerpunkte in den Bereichen Umweltbildung, Interkulturelle Erziehung, Sprachentwicklungsförderung, Behindertenpädagogik und neue Medien geprägt.

 

Lernbereiche

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Naturwissenschaften
  • Sozialpädagogische Theorie und Praxis
  • Bildungsbereiche in der Kinder- und Jugendarbeit
    • Musisch-kreative Gestaltung / Spiel
    • Sprache(n) / Medien
    • Natur / kulturelle Umwelt(en)
    • Gesundheit / Bewegung
  • Religionslehre / Religionspädagogik
  • Mathematik (für Schülerinnen, die die Fachhochschulreife anstreben)

Praktische Ausbildung

Die Ausbildung in der Schule ist eng verknüpft mit der beruflichen Praxis.

Der beruflichen Qualifikation dienen - neben der Praxisorientierung innerhalb der Unterrichtsfächer - auch Hospitationen, Exkursionen, Projekte und insbesondere die außerschulischen Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen.

Auf alle Praktika werden Sie von schulischen Anleiterinnen / Anleitern vorbereitet und während der Praktika in den Einrichtungen begleitet.

Im ersten Jahr Ihrer Ausbildung, der Unterstufe, stehen Einrichtungen des Vorschulbereichs im Mittelpunkt.

Im zweiten Jahr, der Oberstufe, lernen Sie Einrichtungen für Schulkinder und Jugendliche kennen.

Die Praktikumsdauer umfasst insgesamt mindestens 16 Wochen.

Nach der staatlichen Prüfung absolvieren Sie ein einjähriges Berufspraktikum.

 

Prüfung

Das Fachschulexamen gliedert sich in zwei Prüfungsteile.
Zum Ende der zweijährigen, vorwiegend fachtheoretischen Ausbildung erfolgt eine Abschlussprüfung (der erste Teil des Fachschulexamens). Zu Beginn Ihrer Ausbildung legt die Bildungsgangkonferenz drei Prüfungsaufgaben fest, die Sie schriftlich bearbeiten sollen.
Wenn Sie die Fachhochschulreife anstreben, schreiben Sie eine weitere Prüfungsklausur in einem der Fächer Deutsch/Kommunikation oder Englisch oder Mathematik.

Im Anschluss an die bestandene Abschlussprüfung treten Sie Ihr einjähriges Berufspraktikum an, welches mit einem Kolloquium (dem zweiten Teil des Fachschulexamens) abschließt. Haben Sie dies bestanden erhalten Sie die Staatliche Anerkennung als Erzieherin / Erzieher und sind berechtigt, diese Berufsbezeichnung zu führen.

Kosten

Innerhalb der gesamten 3-jährigen Ausbildungszeit entstehen Kosten für Unterrichtsgänge und Klassenfahrten.

Zusätzlich müssen Lehrmittel (Fachliteratur) angeschafft und eine jährliche Servicepauschale von 20,- € entrichtet werden.


Information und Beratung

Für Fragen und persönliche Gespräche stehen wir Ihnen - nach Vereinbarung - gerne zur Verfügung.

Abteilungsleiterin: Frau J. Dalhaus, Mail: dalhaus@bkvb.de

Bildungsgangleiterin: Frau C. Lenné, Mail: lenne@bkvb.de

Infos
Frau Lenné
Bildungsgangleiterin
Lenne@BKVB.de

Frau Dalhaus

Abteilungsleiterin

Dalhaus@BKVB.de