Freizeitsportleiter / -in und Allgemeine Hochschulreife
Ausbildungsziel
Dieser dreijährige vollzeitliche Bildungsgang ermöglicht Ihnen gleichzeitig den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife ("Abitur") und der Zusatzqualifikation "Freizeitsportleiterin / Freizeitsportleiter".
Die Allgemeine Hochschulreife berechtigt Sie zu einem Studium jeder Fachrichtung an einer Universität. In Zusammenhang mit der Qualifizierung zur/ zum Freizeitsportleiterin/ Freizeitsportleiter sind Sie für verschiedenste Berufsfelder (z.B. in den Bereichen Sport, Biologie und Gesundheit) bestens qualifiziert:
In diesem Bildungsgang werden neben studienqualifizierenden Fähigkeiten und Fertigkeiten umfassende Humankompetenzen erworben, die einer persönlichen Weiterentwicklung dienen und damit einhergehend eine umfassende Grundlage für die Arbeit mit Menschen darstellen.
Aufnahmevoraussetzungen
Für die Anmeldung zum beschriebenen Bildungsgang benötigen Sie:
● die Fachoberschulreife mit Qualifikation bzw. die Berechtigung zum Besuch
der gymnasialen Oberstufe,
● ein formloses Bewerbungsschreiben,
● einen Lebenslauf und ein Lichtbild,
● ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis, das zu Beginn der Ausbildung nicht älter als drei Monate sein darf.
Darüber hinaus sollten Sie Freude an der eigenen sportlichen Betätigung und die persönlichen Voraussetzungen (Interesse an anderen Menschen, Kontaktfreude, Offenheit...) mitbringen, um anderen Menschen Sport in seinen unterschiedlichen Ausrichtungen zu vermitteln.
Unterrichtsfächer
Die in der Stundentafel aufgeführten Fächer weisen auf die den Bildungsgang kennzeichnende Integration von allgemeinbildendem und berufsbildendem Abschluss hin. Da der Unterricht in einem festen Klassenverband erteilt wird, besteht die Möglichkeit, die Inhalte der einzelnen Fächer sinnvoll aufeinander abzustimmen.
Inhaltliche Schwerpunkte
Innerhalb dieses Bildungsgangs bilden die Kernfächer Sport und Biologie als Leistungskurse und die Fächer Erziehungswissenschaft und Didaktik/Methodik als Grundkurse den Schwerpunkt. Diese Fächer sind von ihrer inhaltlichen Ausrichtung sowohl für den berufsbildenden als auch für den allgemeinbildenden Abschluss von großer Bedeutung.
Aus den angestrebten Abschlüssen ergibt sich, dass die Fächer neben einer allgemeinbildenden Ausrichtung einen Berufsbezug aufweisen. Das heißt, dass in den Fächern darauf geachtet wird, einen hohen Praxisbezug zu gewährleisten.
Neben diesem Praxisanteil spielt aber auch die theoretische Fundierung der erworbenen Fertigkeiten und Fähigkeiten eine entscheidende Rolle. So enthält der Leistungskurs Sport auch theoretische Anteile (z.B. Biomechanik, Trainingslehre, Sportpädagogik...).
Der naturwissenschaftliche Bereich wird durch den Leistungskurs Biologie vertreten. Die Inhalte sind dabei eng mit den Inhalten des Leistungskurses Sport verzahnt, im weiteren sind hohe praktische Anteile und Kooperationen mit Hochschulen hervorzuheben, die im besonderen Maße auf Sudium und Beruf vorbereiten. Bei der Themenauswahl im Leistungskurs Biologie steht der Mensch im Mittelpunkt.
Die Inhalte der Grundkurse weisen neben allgemeinbildenden Inhalten einen Berufsbezug auf.
Die inhaltliche Ausrichtungen z.B. der Fächer Erziehungswissenschaften und Didaktik / Methodik legt die fachliche Grundlage, um gezielt und begründet pädagogische Entscheidungen zu treffen.
Verpflichtend ist eine 2. Fremdsprache für die Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I nicht durchgehend in den Klassen 7 – 10 Unterricht in einer 2. Fremdsprache hatten. Hier stehen Französischn und Italienisch zur Wahl.
Das Latinum nach Klasse 11 kann bei entsprechender Vorbildung erworben werden
Differenzierungsbereich
Das Angebot der Kursmöglichkeiten reicht von Wirtschaftslehre über Soziologie (bilingual) und Information (mit Erwerb des europäischen Computerführerscheins) bis hin zum Neubeginn einer weiteren Fremdsprache (auch wenn die Pflichtbindung bereits erfüllt ist).
Prüfungsfächer
Am Ende der Jahrgangsstufe 13 erfolgt in einer integrierten Abschlussprüfung die Abiturprüfung und die Prüfung zum /zur "Freizeitsportleiter/Freizeitsportleiterin".
Die Abiturprüfung wird in folgenden vier Fächern abgelegt:
1. Leistungskurs: Biologie
2. Leistungskurs: Sport
3. Abiturfach: Deutsch, Englisch oder Religionslehre
4. Abiturfach: Falls Deutsch oder Englisch als 3. Fach gewählt wurde:
Erziehungswissenschaften, Gesellschaftslehre mit Geschichte oder
Religionslehre.
Falls Religionslehre als 3. Fach gewählt wurde:
Deutsch, Englisch oder 2. Fremdsprache
Für den Abschluss "Freizeitsportleiterin / Freizeitsportleiter " ist eine Abschlusslehrprobe mit einem anschließenden Reflexionsgespräch durchzuführen. Die schriftliche Prüfung ist überwiegend durch die Fächer der Abiturprüfung abgedeckt. Zudem ist "Didaktik/ Methodik" obligatorisches Prüfungsfach.
Praktika
Das durch die beiden Abschlüsse bedingte Zusammenwirken von Theorie und Praxis findet seine Ergänzung in außerschulischen Praktika.
Mehrtätige Blockpraktika in Freizeitsportarten im Winter (z.B. Ski) und im Sommer ( Klettern, Kanu) erweitern die berufliche Qualifizierung.
Regelmäßige Praktika in Vereinen oder Institutionen sind ab Klasse 12 obligatorisch um auf eine selbstständige Anleitertätigkeit vorzubereiten.
Erforderliche Anmeldeunterlagen
- ausgefülltes Anmeldeformular
- aktuelles Passbild
- kurzes Bewerbungsschreiben
- Lebenslauf
- beglaubigte Kopie des Zeugnisses der Fachoberschulreife mit Qualifikation bzw. die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
- polizeiliches Führungszeugnis (ist bei Unterrichtsbeginn nachzureichen)
Entstehende Kosten
Innerhalb der gesamten 3-jährigen Schulzeit entstehen Kosten für Sportkleidung, Unterrichtsgänge, Klassenfahrten und Praktika.
Kosten für Skipraktikum und Einführungsfahrt belaufen sich auf ca. 450,- €.
Zusätzlich müssen Lehrmittel (Fachliteratur) angeschafft und eine jährliche Servicepauschale von 20,- € entrichtet werden.