An den Aktionstagen "Jugend.Kultur.Gewalt." nahmen mehrere Schülerinnen und Schüler des BK Vera Beckers teil. Der Bericht von Martin Neuwirth (E 13b):
Aktionstage „Jugend.Kultur.Gewalt.“
Aktionstage des Theaters Krefeld
und des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung
vom 02.-04. März 2007 im Theater Krefeld
Am 03.03.2007 eröffnete Bürgermeisterin Karin Meincke die Aktionstage „Jugend.Kultur.Gewalt“, die mit dem Jugendkongress am 2. März begonnen hatten, mit den Worten: „Unsere Gesellschaft ist in der Pflicht, der Gewalt entschlossen entgegenzuwirken.“
Genau um diese Entschlossenheit Gewalt entgegenzuwirken ging es an diesem Wochenende.
Die Aktionstage wurden vom Fachbereich Jugendhilfe der Stadt mit dem Theater Krefeld organisiert unter der Verantwortung von Theaterpädagogin Verena Meyer auf der Seite des Theaters und von Norbert Axnick dem Leiter der Abteilung Jugend seitens der Stadt Krefeld.
Am nichtöffentlichen Teil des Jugendkongresses nahmen ca. 80 Schüler unterschiedlicher Schulen teil.
Nach der Begrüßung und den Informationen zur Zielsetzung des Kongresses
wurden am Freitag den 02.03.2007 unterschiedliche Workshops angeboten, unter anderem:
Freitag Nachmittag gab es die Möglichkeit an Werteforen mit Experten teilzunehmen mit dem Ziel eine eigene Positionen zu diesem Thema zu entwickeln und sich Handlungsmöglichkeiten und Reaktionsstrategien zu überlegen.:
Forum zu “Der Kick” (ab 15 Jahren)
Leitung: Ulrike Barnusch (Dramaturgin)/Verena Meyer (Theaterpädagogin)
Forum zu “Escape!” (ab 12 Jahren)
Leitung: Siegfried Bast (Regisseur)/Marion Kaeseler (Theaterpädagogin)
Gewalt in der Familie (ab 14 Jahren)
Leitung: Andreas Hamerski (Dipl.-Psychologe)
Argumente gegen Stammtischparolen (ab 16 Jahren)
Leitung: Klaus Hufer (Dr. Rer. Pol., M.A.)
Gewalt und Schule (ab 12 Jahren)
Leitung: Gerd Rastedt (Lehrer der Robert-Jungk-Gesamtschule)
Samstag den 03.03.2007 ging der Kongress mit einem Markt der Möglichkeiten weiter, auf dem man sich an den Ständen unterschiedlicher Erziehungsberatungsstellen, wie der Frauenberatungsstelle, dem Schulpsychologische Dienst, der Polizei (Kommissariat Vorbeugung), des Kinderschutzbundes, der Jugendgerichtshilfe, dem katholischen Verband für soziale Dienste in Deutschland e.V. (SKM), dem Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, dem Weißen Ring, dem Jugendtelefon und des Theater Krefeld über deren Arbeit und Angebote informieren konnte. Hierbei stelleten die Kongressteilnehmer mittels eines Fragebogens die Angebote die einzelnen Institutionen zum Thema Gewalt heraus. Mögliche Kooperationen mit Schulen wurden hinterfragt.
Danach ging es ab 11 Uhr mit einer Fantasierunde weiter, bei der alle Teilnehmer zusammen mit den Vertretern der Institutionen Möglichkeiten für Anti-Gewalt-Projekte und deren Umsetzung in Schulen oder Jugendeinrichtungen zu den Themen der Workshops und Werteforen vom Vortag diskutierten.
Ab 12 Uhr folgte die Realisationsphase in der nach Schulen und Institutionen aufgeteilten Kleingruppen aus Jugendlichen, ihren Lehrern und Lehrerinnen, sowie Vertretern der unterschiedlicher Erziehungsberatungsstellen die Projektideen auf realistische Umsetzung an den eigenen Schulen überprüften.
Dabei sollte nach Möglichkeit eine konkrete Absichtserklärung gemacht werden, die dann zum Abschluss des nichtöffentlichen Teil vor allen Kongressteilnehmen vorgetragen wurden.
Samstagnachmittag, den 03.03.2007 fand dann um 15.00 Uhr, die Offizielle Eröffnung durch die Bürgermeisterin Karin Meincke und den stellvertretenden Generalintendanten Christian Tombeil im Raucherfoyer statt.
Nach einer ca. 45 Minütigen Aufführung des Theaterstücks „Kein Zuckerschlecken“ über alltägliche Gewallt in unterschiedlichen Formen der „Jugendtheatergruppe „Chaos T.G“, ging
es weiter mit den offiziellen Statements zu Gewalt, die in den Werteforen erarbeitet worden waren und einer anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Sport.Szene.Gewalt“, unter anderem mit Vertretern der KEV Pinguine, Spielern, Fans und Vertretern, die vom WDR-Hörfunk Moderator Günter vom Dorp moderiert wurde.
Das Feedback aller Teilnehmer war durchaus positiv, auch wenn es sich noch herausstellen wird, ob der Kongress über die drei Tage hinaus Wirkung zeigt und tatsächlich Projekte gegen Gewalt an Krefelder Schulen durchgeführt werden.
(Martin Neuwirth; E 13b)